Die Klimawette - Heute handeln statt über morgen reden

A

von Andrea
vom 26.01.2021

Beim Klimaschutz rennt uns die Zeit davon. Die nächste Weltklimakonferenz in Glasgow ist schon in wenigen Monaten. Sie ist unsere letzte Chance, die Welt noch auf den 1,5 Grad Pfad zu bringen und damit die Klimakrise einzudämmen. Wieder wird jedoch vor allem über ferne Ziele gesprochen: 2030, 2040, 2050.

Deutschland wird aber ohne weitergehende Maßnahmen bereits 2024 sein global verträgliches CO2-Budget aufgebraucht haben. Höchste Zeit, die Klimaschutzmaßnahmen endlich heute schon so zu gestalten, dass das Parisziel morgen auch erreicht wird. Diese Botschaft bringt DIE KLIMAWETTE laut und glaubhaft nach Glasgow!

Träger der Wette ist der Verein 3 fürs Klima e.V. Der Verein holt das ferne Ziel der Klimaneutralität ins Hier und Jetzt. Er zeigt auf dass und wie jede und jeder heute schon klimaneutral leben kann. Die bereits über 50 Mitglieder bekennen sich dementsprechend zu einem klimaneutralen Leben. Die Aktivierungs- und Mitmachkampagne macht klar:  Jeder und jede kann beim Klimaschutz selbst nicht nur ein bisschen, sondern Großes tun!

Daher lautet das Wettziel:

Wir wetten mit der Bevölkerung, dass wir bis zur nächsten Weltklimakonferenz im November in Glasgow mindestens eine Million Menschen gewinnen, die globale Verantwortung für besseren Klimaschutz nicht nur fordern, sondern glaubhaft und solidarisch mit dem eigenen Tun verbinden und ihre persönliche Tonne CO2 einsparen.

Dr. Michael Bilharz

Mit unserer Wette wollen wir es schaffen, dass die vielen Tropfen auf den heißen Stein zu einer großen Welle werden und der Politik signalisieren: Die Bürger*innen wollen Klimaschutz!

Dr. Michael Bilharz, Mitinitiator der Wette

Es geht um konkretes Handeln, darum selbst die eigene Schippe oben drauf zu legen für den Klimaschutz und zu zeigen, dass man durch eigene Maßnahmen und Handlungen den Stein ins rollen bringen kann. Die Form einer Wette weckt den Ansporn, den sportlichen Kampfgeist und das Gefühl der Zugehörigkeit - es geht um das gemeinsame Erreichen des Ziels - 1 Million Teilnehmer, 1 Million Tonnen CO2 und 1 politisches Signal. Zusätzlich gibt es jeder und jedem die Möglichkeit mehr über den eigenen CO2-Fußabdruck zu erfahren und Bereiche im eigenen Leben zu erkunden, die sich noch klimafreundlicher und CO2-sparsamer gestalten lassen. 

Wie Du Teil der Klimawette wirst und den Unterschied machst!

  1. Den eigenen Klimapin auf der Landkarte setzen und mit der eigesparten Tonne CO2 eines von sechs Klimaschutzprojekten gemeinnütziger Organisationen unterstützen.
  2. Die Wette weitertragen. Jede Bekannte, jede*r Freund*in, jedes Familienmitglied, jede*r Kolleg*in kann und wird einen großen Unterschied machen können! 
  3. Deine Organisation Kooperationspartner werden lassen.

Die Wette erfreut sich bereits über großartige Unterstützung der 30  Wettpat*innen, der Kooperationspartner*innen wie u.a. OmasForFuture oder GermanZero und den zahlreichen Testimonials von Menschen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft! So trägt die Wette sich seit September 2020 weiter und hat bereits über 2.000 Teilnehmer*innen gewinnen und 4.000 Tonnen CO2 einsparen können. Dabei behalten wir unser Ziel - die COP26 in Glasgow - stets im Auge!

Wir alle werden vom Klimawandel betroffen sein. Aber es liegt in unserer Hand, das Ausmaß der negativen Folgen zu beeinflussen. Egal wie klein unser gemeinsamer Beitrag ist, als Menschen haben wir die Macht, unser Schicksal positiv zu beeinflussen.

Teilnehmer Sebastian Fittko

Auftakttour in Köln September 2020

Möchtest du eine Antwort in Form einer Story schreiben?

Weitere Stories

Vor einigen Tagen konnte ich mich endlich wieder mit meiner alten Schulfreundin, Birgit, in einem kleinen Café draußen treffen, „Corona“ hat es erlaubt… Nachdem wir eine Zeit lang in unseren Erinnerungen geschwelgt hatten, bei denen klassischerweise auch einige Jugendlieben, ehemalige Lehrkräfte und na ja, auch so zwei bis drei Schulstreiche herhalten mussten, wurde meine Freundin plötzlich ganz nachdenklich, zog eine strenge Miene auf und sagte zu mir: „Alles schön und gut mit den alten Zeiten, doch stell‘ dir mal vor, was sich meine Mutter mit ihren fast 95 Jahren noch so leistet. Sie hat sich einen Hausfreund angelacht und nennt ihn liebevoll „Friederich“. „Friederich hier, Friederich da“. Ab 7.00 morgens erwartet sie ihn und dann wieder so gegen 19.00.  Ich nenne ihren „Friederich“ ganz unflätig „Happhapp“, denn er kommt nur zum Essen und ist auch noch sehr wählerisch, „leksch“ würde ich sagen. Noch schlimmer. Er hat eine Frau und offensichtlich gibt es auch Nachwuchs. Manchmal bringt er sie sogar mit und Mutter muss sich das alles angucken.“ Als Birgit meine erstaunte bis entsetzte Reaktion sah, fing sie an zu lachen und sagte: „Friedrich ist ein wunderschön gefärbter Erpel, der regelmäßig meine Mutter auf der Terrasse besucht und dann am liebsten geschälte Erdnüsse und das liebevoll von ihr gewürfelte Brot frisst.“ Dann lachten wir beide. Doch warum blickte Birgit erneut ernst drein? „Weißt Du, ich hab‘ das zwar alles als Witz erzählt, doch in Wirklichkeit finde ich das gar nicht so witzig. Ich meine nicht, dass es von Biologen und Umweltschützern nicht besonders „gerne gesehen wird“, wenn Enten mit Brot gefüttert werden, nein. Ich habe die Freude, vor allem Vorfreude meiner Mutter wahrgenommen, wenn sie mich regelmäßig anrief und begeistert erzählte, dass sie noch vor dem Frühstück auf die Terrasse ging, um „Friederich“ zu füttern und ihn dann auch sehnsüchtig am Abend wieder erwartete. Als er ihr in die Küche folgen wollte, versuchte sie, noch schnell die Terassentür zu schließen und traf dabei „Friedrichs“ Schwimmfuß. Er humpelte und Mutter war stundenlang ganz traurig und sehr besorgt um das Tier. Für mich war es eine Freude zu sehen, wie die „alte Dame“ mit diesem kleinen Entengeschenk  auflebte und die Lebensfreude nur so in ihren Augen blitzte. Schließlich kam auch mal heraus, dass sie gar nicht mehr so recht etwas mit ihrer Zeit anzufangen wisse, wenn die „Entensaison“ vorbei sei. Das gab mir zu denken. Doch die Freizeitgestaltung hat sich zum Glück schnell erledigt. Sie strickt nun wieder Socken für karitative Zwecke. So weit so gut.“ Birgit machte eine Redepause und wunderte sich wahrscheinlich, dass ich nicht gelangweilt aussah, sondern offensichtlich noch mehr erwartete. Da musste doch noch was kommen. Sie ließ die Katze aus dem Sack: „Was mir in diesem „Entensommer“ aufgegangen ist und ein flaues Gefühl im Magen verursacht? Mir kam der trübe Gedanke, was ist, wenn dieser „Entensommer“, für meine Mutter nicht nur ihr Highlight, sondern ihr letzter Sommer war und wir in diesem Jahr das letzte oder eines der letzten schönen gemeinsamen Jahre miteinander hatten?“ Darauf wusste ich erst nichts zu sagen, brachte dann aber heraus: „Dann hast Du das schöne Gefühl, das deine Mutter noch mal so richtig glücklich war.“ Birgit hat die Botschaft verstanden und lächelte.

Von Dr. Christiane Högermann · 14.07.2021
4