Wander mit uns für den Klimaschutz!

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von SRzG
vom 17.03.2021

In der Klimafrage besteht eine Verantwortungsdiffusion. Der Ball wird immer den Anderen zugespielt. Wir als Teil der Zivilgesellschaft sind uns unserer Verantwortung bewusst und haben deshalb das innovative Klimabildungsprojekt "Walk for the Future - Klima" (1. bis 8. Juni 2021) entwickelt. Hierfür suchen wir nach Teilnehmer:innen.

Die Klimakrise als gesamtgesellschaftliches Problem

Auf der einen Seite stehen Individuen, die sich privat nicht einschränken möchten, während es auf politischer Ebene keine hinreichenden Restriktionen für die großen industriellen CO2-Emittenten gibt. Auf der anderen Seite stehen die Politiker:innen, von denen sinngemäß oft zu hören ist, dass sie nichts gegen den Wähler:innenwillen entscheiden und durchsetzen können.

Natürlich ist das auch in einer Demokratie möglich. Die Politik ist in der Klimafrage in der Bringschuld. Aber wir sehen auch ein, dass die Klimakrise eine gesamtgesellschaftliche Krise ist, die nur gesamtgesellschaftlich gelöst werden kann.

Die Klimakrise ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das eine gesamtgesellschaftliche Lösung erfordert (Bildquelle: Jonathan Kemper/ unsplash).

Es liegt an der Zivilgesellschaft Druck zu machen. Millionen junger Menschen, die für Klimaschutz auf die Straße gehen, machen vor, wie es geht. Wir als Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (kurz: Stiftung Generationengerechtigkeit) sind Teil der Zivilgesellschaft und uns unserer Verantwortung bewusst. Um unseren Beitrag zu leisten, haben wir das innovative Klimabildungsprojekt „Walk for the Future – Klima“ entwickelt.

Die Klima-Wanderung „Walk for the Future – Klima“. Mach mit!

Die Problematik ist klar. Die Klimakrise muss gesamtgesellschaftlich gelöst werden. Und zwar so schnell, wie möglich!

Der "Walk for the Future - Klima" ist ein innovatives Klimabildungsprojekt.(Bildquelle: Marieke Koenders/ unsplash)

Der „Walk for the Future – Klima“ ist eine sechstägige Klimawanderung. Wir starten am 1. Juni in Dessau und wandern bis zum 8. Juni insgesamt 100 km nach Berlin zum Bundestag (erster und letzter Tag sind An- und Abreisetage). Auf der Wanderung bekommen die Teilnehmenden Klimawissen über Kopfhörer zugespielt, etwa informative Audiobücher und inspirierende Podcast. So werden interdisziplinäre Perspektiven zur Klimakrise aufgezeigt und das Wissen der Teilnehmenden erweitert. Das Erlernte wird dann in Kleingruppen auf der Wanderung und in den abendlich organisierten Klimadialogen mit Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert. Am Ende sind die Teilnehmenden zertifizierte Multiplikator:innen für den Klimaschutz.

Hierfür suchen wir aktuell junge Menschen(zwischen 18 und 35 Jahren), die sich für das Klima und seinen Schutz interessieren und sich als Teilnehmer:innen bewerben möchten. Spezifisches Vorwissen wird nicht benötigt. Ganz wichtig: Für die Teilnehmenden fallen für Unterkunft und Verpflegung keine Kosten an. Da wir in einer diversen Gesellschaft leben, ist uns auch eine diverse Zusammensetzung der Gruppe wichtig. Klimaschutz ist kein Elitethema. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 1. April 2021. Auf unserer Projektseite gibt es weitere Informationen.

Andere Mitmachmöglichkeiten

Auch die lokale Bevölkerung soll auf unserer Wanderung von Dessau nach Berlin in den Lernprozess eingebunden werden. Die Kerngruppe wird gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lernorte besuchen, beispielsweise Bauernhöfe, Windkraftanlagen, Revierförstereien, Verkehrsprojekte oder regenerative Kraftwerke. So können die Teilnehmenden direkt aktiv mit der lokalen Bevölkerung über Möglichkeiten des Klimaschutzes diskutieren. Die lokale Bevölkerung ist herzlich eingeladen Tagesetappen oder kürzer Abschnitte mitzuwandern.

Abends wird es in den jeweiligen Kommunen der Zielunterkünfte Klimadialoge zu Schlüsselthemen in der Klimafrage geben, beispielsweise zur Energiewende, zu Landwirtschaft und Ernährung oder zu Stadtplanung und Wohnen in Zeiten des Klimawandels. Für die Diskussionen werden Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen. Die Teilnehmenden der Klimawanderung können auf dem „offenen Stuhl“ Platz nehmen und ihr neu erlerntes Wissen direkt in die Diskussion einbringen.

Der Walk endet in Berlin vor dem Bundestagsgebäude. Hier übergeben die Teilnehmer:innen nach der langen Wanderung klimapolitischen Forderungen an die Politik. Wir zeigen damit, dass wir uns als Zivilgesellschaft aktiv mit der Klimakrise beschäftigen und dass wir auch auf politischer Ebene aktiven, effizienten Klimaschutz erwarten. Nur gesamtgesellschaftlich ist die Klimakrise zu lösen.

Wer wird sind

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (kurz: Stiftung Generationengerechtigkeit) ist ein gemeinnütziger Think Tank und praxisnahes Forschungsinstitut für die Themenfelder Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Als „advokatorische Denkfabrik“ setzten wir uns dafür ein, dass nachrückende Generationen im Hinblick auf Ökologie, Ökonomie und Soziales mindestens die gleichen Chancen auf Befriedigung ihrer Bedürfnisse bekommen wie die Generationen vor ihnen. Auf Instagram, Twitter und Facebook könnt ihr euch über unsere laufenden Projekte informieren.

Der Abschnitt des „Walk for the Future – Klima“ außerhalb von Berlin wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Stiftung Apfelbaum gefördert. Der Abschnitt innerhalb von Berlin wird von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin gefördert.

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