Wir unterstützen die Bewegung für nachhaltigen Wandel.

PT

von Paul Thaler
vom 12.04.2021

Die großen Probleme kann nicht Einer alleine lösen. Dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen. Die Klimakrise ist so ein Problem. Das Dumme daran: Noch lässt sich das gut verdrängen.

Aber es gibt schon tolle Projekte und gute Ideen, die nur bekannt gemacht werden müssen. Deshalb haben wir blustories gegründet, wo bereits viele Leute eine Story zu einem nachhaltigen Thema veröffentlicht haben.

Das freut uns extrem! Das Feedback ist der Hammer und wir sind gespannt auf das, was noch kommt. Eine Neuigkeit gibt es jetzt.

Die meisten Leute, die wirklich nachhaltig leben und durch ihre Lebensweise andere Menschen inspirieren können, reden nicht von sich aus darüber. 

Sie fahren weniger Auto und nehmen das Fahrrad. Fliegen nicht. Kaufen Secondhand. Essen kein Fleisch. Sie machen einfach.

Jeder von uns kennt so eine Person. Die möchten wir mit unserem neuen Projekt finden und ehren. Das Projekt heißt bluHero.

Und so funktioniert es:

Du schreibst wenige Sätze darüber, was die Person Nachhaltiges macht und der kleine Impact der Person wird multipliziert.

Denn Menschen sind soziale Wesen. Automatisch orientiert sich jeder an den Personen, die man mag und die einem nah sind.

Deshalb macht es einen Unterschied zu wissen, dass Leute aus dem eigenen Umfeld nachhaltig leben. 

In wenigen Sätzen zu großem Impact?

Wenn jeder in Deutschland die Fahrten im Umkreis seines Wohnortes mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fährt, ist das ein riesiger Beitrag. Auslöser dafür kann ein Nudge sein, der von Dir kommt.

Das Ziel: Fahrradfahren zum neuen Normal zu machen. Autofahrten müssen die Ausnahme werden.

Schätze wert, was schon passiert. Dadurch passiert noch mehr.

Die Klimakrise wirkt wie eine unüberwindbare Katastrophe, die das Leben und den Planeten zerstört. Jedes Kind lernt heute, dass wir diese Krise nur gemeinsam bewältigen. 

Das ist frustrierend. Ein Blick auf das was schon passiert hilft und steigert die Motivation. Außerdem zeigt er, dass auch kleine Schritte in Richtung Nachhaltigkeit wichtig sind.

Mein Beitrag bringt eh nichts. Ja?

Jein. Ein systemischer Wandel unserer Wirtschaft und der Art wie wir leben wird als Voraussetzung dafür angesehen, dass die Klimakrise nicht zur Klimakatastrophe wird. Wir brauchen also große Systemveränderungen. Nur von wem sollen die angestoßen werden, wenn nicht von der Masse der Bevölkerung?

Wir sind deshalb überzeugt, dass positives Vorleben und zu mehr Nachhaltigkeit Inspirieren ein unverzichtbarer Weg ist, die Masse zu erreichen. Oder besser: Zur nachhaltigen Mehrheit in Deutschland zu werden.

Hand in Hand.

Es ist wichtig, dass die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft handeln. Es heißt aber nicht, dass wir alle nichts tun können. 

Auch global wird die Verantwortung hin und her geschoben. Angenommen wir alle schaffen es, einen systemischen Wandel der deutschen Wirtschaft anzuregen oder zumindest zu fördern. Das hätte einen enormen Impact auf andere Industrienationen.

Nachhaltigkeit ist populär und manchmal schwer.

Leute die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen, sind manchmal Perfektionisten. Die vegan lebende Person, für die Vegetarierinnen nicht zählen, kennt jeder. Genau wie die Gegenrechner: Solange der oder die noch fliegt und Auto fährt, kann ich weiter Fleisch essen.
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Sobald man glaubt, eine Sache richtig zu machen, steht die nächste Hürde vor der Tür und das Erreichte wirkt unwichtig.

Das ist frustrierend und führt in der Regel nur zu einem Gedanken: Ist doch eh egal.

Ist es aber nicht. Jeder Schritt ist wichtig und verdient Anerkennung. Jede nachhaltige Verbesserung macht eine Person zu einem bluHero.

– Paul und Nico, Gründer von blustories

Wir würden uns sehr freuen, wenn du Jemanden vorstellst:

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Vor einigen Tagen konnte ich mich endlich wieder mit meiner alten Schulfreundin, Birgit, in einem kleinen Café draußen treffen, „Corona“ hat es erlaubt… Nachdem wir eine Zeit lang in unseren Erinnerungen geschwelgt hatten, bei denen klassischerweise auch einige Jugendlieben, ehemalige Lehrkräfte und na ja, auch so zwei bis drei Schulstreiche herhalten mussten, wurde meine Freundin plötzlich ganz nachdenklich, zog eine strenge Miene auf und sagte zu mir: „Alles schön und gut mit den alten Zeiten, doch stell‘ dir mal vor, was sich meine Mutter mit ihren fast 95 Jahren noch so leistet. Sie hat sich einen Hausfreund angelacht und nennt ihn liebevoll „Friederich“. „Friederich hier, Friederich da“. Ab 7.00 morgens erwartet sie ihn und dann wieder so gegen 19.00.  Ich nenne ihren „Friederich“ ganz unflätig „Happhapp“, denn er kommt nur zum Essen und ist auch noch sehr wählerisch, „leksch“ würde ich sagen. Noch schlimmer. Er hat eine Frau und offensichtlich gibt es auch Nachwuchs. Manchmal bringt er sie sogar mit und Mutter muss sich das alles angucken.“ Als Birgit meine erstaunte bis entsetzte Reaktion sah, fing sie an zu lachen und sagte: „Friedrich ist ein wunderschön gefärbter Erpel, der regelmäßig meine Mutter auf der Terrasse besucht und dann am liebsten geschälte Erdnüsse und das liebevoll von ihr gewürfelte Brot frisst.“ Dann lachten wir beide. Doch warum blickte Birgit erneut ernst drein? „Weißt Du, ich hab‘ das zwar alles als Witz erzählt, doch in Wirklichkeit finde ich das gar nicht so witzig. Ich meine nicht, dass es von Biologen und Umweltschützern nicht besonders „gerne gesehen wird“, wenn Enten mit Brot gefüttert werden, nein. Ich habe die Freude, vor allem Vorfreude meiner Mutter wahrgenommen, wenn sie mich regelmäßig anrief und begeistert erzählte, dass sie noch vor dem Frühstück auf die Terrasse ging, um „Friederich“ zu füttern und ihn dann auch sehnsüchtig am Abend wieder erwartete. Als er ihr in die Küche folgen wollte, versuchte sie, noch schnell die Terassentür zu schließen und traf dabei „Friedrichs“ Schwimmfuß. Er humpelte und Mutter war stundenlang ganz traurig und sehr besorgt um das Tier. Für mich war es eine Freude zu sehen, wie die „alte Dame“ mit diesem kleinen Entengeschenk  auflebte und die Lebensfreude nur so in ihren Augen blitzte. Schließlich kam auch mal heraus, dass sie gar nicht mehr so recht etwas mit ihrer Zeit anzufangen wisse, wenn die „Entensaison“ vorbei sei. Das gab mir zu denken. Doch die Freizeitgestaltung hat sich zum Glück schnell erledigt. Sie strickt nun wieder Socken für karitative Zwecke. So weit so gut.“ Birgit machte eine Redepause und wunderte sich wahrscheinlich, dass ich nicht gelangweilt aussah, sondern offensichtlich noch mehr erwartete. Da musste doch noch was kommen. Sie ließ die Katze aus dem Sack: „Was mir in diesem „Entensommer“ aufgegangen ist und ein flaues Gefühl im Magen verursacht? Mir kam der trübe Gedanke, was ist, wenn dieser „Entensommer“, für meine Mutter nicht nur ihr Highlight, sondern ihr letzter Sommer war und wir in diesem Jahr das letzte oder eines der letzten schönen gemeinsamen Jahre miteinander hatten?“ Darauf wusste ich erst nichts zu sagen, brachte dann aber heraus: „Dann hast Du das schöne Gefühl, das deine Mutter noch mal so richtig glücklich war.“ Birgit hat die Botschaft verstanden und lächelte.

Von Dr. Christiane Högermann · 14.07.2021
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