Hommage an die Natur

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von Toni
vom 2.08.2021
aktualisiert am 3.08.2021

Wisst ihr eigentlich, was wir da angestellt haben?

Wie konnten wir so etwas eigentlich wagen?

Seht sie euch an, wie sie dort sitzt und weint,

wie ihr wunderschönes buntes Blütenkleid

An Farbe verliert.

Sie sitzt dort auf ihrer Wolke und weint vor sich hin,

die Bäche überfluten, Venedig stand still,

weil so viel Wasser war.

Sie tut mir so unendlich leid, weil sie unschuldig ist,

weil sie nichts dafürkann, wie es gerade ist

und werden wird.

Mit unseren dicken Autos fahren wir zum Supermarkt,

um dort die Leute blöd anzugucken, die mit nasser Jacke ihren Einkaufswagen fahren,

weil sie mit Fahrrad kamen.

Und fühlen uns dann als Weltverbesserer,

weil wir die in Plastik eingepackten Bio-Tomaten

in einem Jutebeutel stolz durch die Gegend tragen.

Wir fahren shoppen und kaufen uns fünf T-Shirts für 2, 50

Fahren guten Gewissens nach Hause und fühln uns vernünftig.  

Im Internet bestellen wir uns 10 Abendkleider und schicken 8 wieder zurück,

die haben nicht gepasst, farblich zum Zeitungsbild.

Und immer noch sitzt sie oben und weint,

Frau Holle kümmert sich um sie und deswegen schneit

Es auch nicht mehr.

Das Kissen ist schon ganz verweint,

die Wolke wird tiefschwarz und sagt:

Es tut mir leid.

Ein Vogel ruft: Seht das Meer wird an der Oberfläche immer bunter!

So viel Gelb und Orange, das macht mich richtig munter!

Da klatscht ihm von hinten ein toter Fisch auf den Kopf:

Bist du des Wahnsinns, du nimmst mich wohl hopps!

Darunter sterben meine Freunde an den scheiß bunten Farben!

Und auch deine Familie an der Küste füttert seine Jungen mit alten Angelhaken

und was dort alle sonst noch schwimmt.

Die Ozonschicht hört nicht auf zu sagen: Liebe Mutter, ich kanns nicht mehr ertragen.

Ich will denen da unten doch helfen, doch zerstören sich mich und damit sich selbst und dieselben,

die mich erhalten wollen.

Überall brennt es, die Luft wird grau

und oben auf der Wolke sitzt nur noch `ne Frau,

die weint.

Der letzte Eisbär sitzt auf seiner ein Quadratmeter Scholle

und fragt sich, was das eigentlich sollte.

Er fragt sich ob sein Fell nach Zuckerwatte schmeckt.

Morgen gibt es ihn nicht mehr.

Und jetzt?

Wollen wir so weitermachen?

Wollen wir Mutter Natur in ihrer eigenen Schöpfung zu Grabe tragen?

Wollen wir unseren Egoismus frohen Herzens weiterleben

und damit OrangUtans nur noch in visuellen Bilderbüchern begegnen?

Wollen wir der Welt den Rücken kehren und sagen.

F*ck you B***h, das wird wohl werden?

Wir sind nicht perfekt, das will auch keiner von uns sehen!

Wir müssen nur anfangen Mutter Natur zu verstehen!

Deswegen lasst uns anfangen für uns UND für sie zu leben!

Lasst uns anfangen die Welt durch die Augen der Tiere zu sehen!

Lasst uns gemeinsam eine Brücke bauen,

die uns mit dem verbindet, was wir und die Natur wirklich brauchen:

LIEBE

Lasst uns die Natur lieben, lasst uns Mutter Natur neu einkleiden,

nicht in Ruß und Asche, sondern den allerschönsten, buntesten, natürlichsten Farben!

Lasst uns aufeinander Acht geben, Zusammenhalten und Vertrauen gewinnen.

Lasst uns damit verdammt nochmal jetzt beginnen!

Lasst uns leben, sodass Mutter Natur wieder lachen kann,

dass sie wieder aufstehen wird und

dass Frau Holle uns wieder schneebedeckte Dächer schafft!

Wisst ihr was wir dann angestellt haben?

Wisst ihr, was wir dann gewagt haben?

Wisst ihr, was dann ist? 

Dann ist Leben!

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