Klimawahl 2021

#KLIMAWAHL2021

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von Klimawahl2021
vom 22.04.2021
aktualisiert am 14.06.2021

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Das Klima steckt in einer Krise – und keinen interessierts! Jetzt. Und hier. Die Klimakrise findet längst vor unserer eigenen Haustür statt. Viel dagegen unternehmen will aber vor allem die Politik nicht. Wie paradox. Es ist die größte Krise der Menschheit. Es geht um Leben und Tod.

Bildquelle: Adobe Stock

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2021 ist Superwahljahr. Neben vielen regionalen Landtags- und Kommunalwahlen findet im Herbst, die für die Klimakrise entscheidende Bundestagswahl statt. Warum entscheidend? Wir in Deutschland haben auch unter den katastrophalen Folgen der Klimakrise zu leiden.

Du unternimmst etwas gegen die Klimakrise? Trennst Deinen Müll oder ernährst Dich vegan? Dann ist das mehr als lobenswert. Allerdings gibt es hierbei einen Haken. Die Haushalte allein können die Emissionen nur wenig beeinflussen. Verzicht aufs Fliegen, aufs Autofahren, aufs Fleisch essen - in den moralischen Appell, den Lebensstil zu ändern, stimmen viele mit ein. Doch die Forderung nach Verzicht ist unpolitisch. Denn was es wirklich braucht, um Menschheitsprobleme zu lösen, sind politische Rahmenbedingungen: Weichenstellungen der Regierung, die es dem Einzelnen erleichtern, sich angemessen, also klimafreundlich zu verhalten. Und die der Wirtschaft helfen, klimafreundlich zu investieren und Innovationen voranzutreiben.

Bildquelle: Unsplash

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Sind denn jetzt alle grün? Alle Parteien haben das Thema Klima auf einmal für sich entdeckt und nach vorne geholt. Bisher war es allerdings oftmals das fünfte Rad am Wagen, das Thema Klima. Wen soll man wählen, wer meint es ernst? Weiter so wie bisher? Wird schon gut gehen, denn sie haben es ja bisher auch gut gemacht? Ist das wirklich so?

Durch das Kreuz an der richtigen Stelle können mutige und starke Maßnahmen nachhaltig mitgestaltet werden. Wir haben die große Chance dafür zu sorgen, dass Deutschland endlich eine gerechte Klimapolitik einleitet. Eine Politik, die endlich ihre Versprechen einhält und sich konsequent an den Zielen des Pariser Klimaabkommens orientiert, bevor die gefährliche Erderwärmung die kritische Schwelle von 1,5° erreicht. 

Wie stehen die Parteien zum Klimaschutz? Was wollen sie tun, um die drängende Klimakrise einzudämmen? Wir müssen jetzt beginnen unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen, bevor es zu spät ist. Und wir haben nur 10 Jahre Zeit, um uns darauf einzustellen. Wir können es uns nicht leisten, 4 weitere Jahre im Rahmen der Legislaturperiode zu verschlafen. Es gibt keinen 2. Planeten, auf den wir zurückgreifen können. Aber oft stellt man sich hier natürlich die Frage, welche Partei die Klimapolitik am ehesten umsetzt. 

2021 haben wir die Wahl: Weitermachen wie bisher und dabei zusehen, wie wir uns selbst zerstören oder aktiv etwas dagegen unternehmen – bei der Bundestagswahl 2021! 

Jede Stimme zählt!

Unser Klimawettbewerb

Bildquelle: Unsplash

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Mit unserem digitalen Wettbewerb über Social Media werden wir Anfang August für die nötige Aufmerksamkeit und Reichweite sorgen.

Wir verschreiben uns zu 100 % dem Klimaschutz und starten den digitalen Wettbewerb auf den Kanälen Instagram, Facebook, YouTube und TikTok.

Der Wettbewerb regt User an, Beiträge und Inhalte ganz leicht auf Social Media hochzuladen und damit zu zeigen, wo die regionale Klimakrise sichtbar wird. In der Heimat - Vor der Haustüre.

Mit dem Upload der Beiträge und Inhalte nehmen die User am Wettbewerb teil und können ein lukratives Preisgeld gewinnen.

Unser Ziel: Menschen zeigen und verbreiten die Brisanz der regionalen Klimakrise, kommunizieren, diskutieren und regen ihre Eltern und Großeltern an, bei der Wahl umzudenken.

Ihr könnt uns gerne unterstützen und unsere Botschaft verbreiten:

Homepage: www.klimawahl2021.net

Instagram: Klimawahl2021

Facebook: Klimawahl2021

Titelbild: Klimawahl 2021

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Vor einigen Tagen konnte ich mich endlich wieder mit meiner alten Schulfreundin, Birgit, in einem kleinen Café draußen treffen, „Corona“ hat es erlaubt… Nachdem wir eine Zeit lang in unseren Erinnerungen geschwelgt hatten, bei denen klassischerweise auch einige Jugendlieben, ehemalige Lehrkräfte und na ja, auch so zwei bis drei Schulstreiche herhalten mussten, wurde meine Freundin plötzlich ganz nachdenklich, zog eine strenge Miene auf und sagte zu mir: „Alles schön und gut mit den alten Zeiten, doch stell‘ dir mal vor, was sich meine Mutter mit ihren fast 95 Jahren noch so leistet. Sie hat sich einen Hausfreund angelacht und nennt ihn liebevoll „Friederich“. „Friederich hier, Friederich da“. Ab 7.00 morgens erwartet sie ihn und dann wieder so gegen 19.00.  Ich nenne ihren „Friederich“ ganz unflätig „Happhapp“, denn er kommt nur zum Essen und ist auch noch sehr wählerisch, „leksch“ würde ich sagen. Noch schlimmer. Er hat eine Frau und offensichtlich gibt es auch Nachwuchs. Manchmal bringt er sie sogar mit und Mutter muss sich das alles angucken.“ Als Birgit meine erstaunte bis entsetzte Reaktion sah, fing sie an zu lachen und sagte: „Friedrich ist ein wunderschön gefärbter Erpel, der regelmäßig meine Mutter auf der Terrasse besucht und dann am liebsten geschälte Erdnüsse und das liebevoll von ihr gewürfelte Brot frisst.“ Dann lachten wir beide. Doch warum blickte Birgit erneut ernst drein? „Weißt Du, ich hab‘ das zwar alles als Witz erzählt, doch in Wirklichkeit finde ich das gar nicht so witzig. Ich meine nicht, dass es von Biologen und Umweltschützern nicht besonders „gerne gesehen wird“, wenn Enten mit Brot gefüttert werden, nein. Ich habe die Freude, vor allem Vorfreude meiner Mutter wahrgenommen, wenn sie mich regelmäßig anrief und begeistert erzählte, dass sie noch vor dem Frühstück auf die Terrasse ging, um „Friederich“ zu füttern und ihn dann auch sehnsüchtig am Abend wieder erwartete. Als er ihr in die Küche folgen wollte, versuchte sie, noch schnell die Terassentür zu schließen und traf dabei „Friedrichs“ Schwimmfuß. Er humpelte und Mutter war stundenlang ganz traurig und sehr besorgt um das Tier. Für mich war es eine Freude zu sehen, wie die „alte Dame“ mit diesem kleinen Entengeschenk  auflebte und die Lebensfreude nur so in ihren Augen blitzte. Schließlich kam auch mal heraus, dass sie gar nicht mehr so recht etwas mit ihrer Zeit anzufangen wisse, wenn die „Entensaison“ vorbei sei. Das gab mir zu denken. Doch die Freizeitgestaltung hat sich zum Glück schnell erledigt. Sie strickt nun wieder Socken für karitative Zwecke. So weit so gut.“ Birgit machte eine Redepause und wunderte sich wahrscheinlich, dass ich nicht gelangweilt aussah, sondern offensichtlich noch mehr erwartete. Da musste doch noch was kommen. Sie ließ die Katze aus dem Sack: „Was mir in diesem „Entensommer“ aufgegangen ist und ein flaues Gefühl im Magen verursacht? Mir kam der trübe Gedanke, was ist, wenn dieser „Entensommer“, für meine Mutter nicht nur ihr Highlight, sondern ihr letzter Sommer war und wir in diesem Jahr das letzte oder eines der letzten schönen gemeinsamen Jahre miteinander hatten?“ Darauf wusste ich erst nichts zu sagen, brachte dann aber heraus: „Dann hast Du das schöne Gefühl, das deine Mutter noch mal so richtig glücklich war.“ Birgit hat die Botschaft verstanden und lächelte.

Von Dr. Christiane Högermann · 14.07.2021
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