The Good Food by Simon Veith

Nachhaltige Fotografie - wie geht das?

SV

von Simon Veith
vom 3.09.2020
aktualisiert am 2.08.2021

43

Mein Name ist Simon Veith und ich fotografiere seit 2016 nachhaltig. Wie das geht fragst du dich nun? Einfach gesagt: indem ich meine Arbeitsweise klimaneutral ausgerichtet habe, nur für grüne Kunden arbeite und eine nachhaltige Bildsprache aufbaue. So weit so gut, aber ich sehe immer noch einen fragenden Blick in deinen Augen. Ich möchte es dir erklären, was das genau bedeutet und wie ich dahin gekommen bin. 

Transparenzhinweis: Diese Story enthält Werbung.

Die Idee zur nachhaltigen Fotografie

Ich hatte schon immer Interesse an der Umwelt und der Nachhaltigkeit. So bin ich schon 2012 aus Gründen des Tierwohls, Gesundheit und Umwelt vegan geworden. Nach meinem Studium im Bereich Gesundheitsökonomie habe ich bereits im Colabor Köln | Raum für Nachhaltigkeit gecoworked. Da ich mir parallel die Selbständigkeit als Fotograf aufgebaut habe, war mir schon immer klar, dass ich das auch möglichst umweltfreundlich gestalten möchte. Daher fotografiere ich Events und Portraits für das Colabor schon seit 2015. Nach einem Online-Studium zum Fotodesigner habe ich mir Ende 2016 ein Herz gefasst und mich mit der Fotografie selbständig gemacht. Mit Hilfe des Verbands für nachhaltige Unternehmen dasselbe in grün e.V. konnte ich mir eine nachhaltige Arbeitsweise im Bereich Reduktion aneignen. Die Teile Kompensation und Positiver Beitrag habe ich später noch selbst hinzugefügt, aber später dazu mehr. 

Portraits von Simon Veith

Portraits von Simon Veith

Definition

Hier habe ich mal vor einigen Jahren für mich die nachhaltige Fotografie nach meinen Vorstellungen definiert:

Die nachhaltige Fotografie ist das ganzheitliche Arbeiten als Fotograf unter der Berücksichtigung des ökologischen Fußabdrucks. Der Bildinhalt, meine Arbeitsweise, der Kunde und alle mitwirkenden Dienstleister*innen sollen nachhaltig sein und möglichst kein oder wenig CO2-Emissionen produzieren. Die Nachhaltigkeit meiner Arbeitsweise kann ich durch grünes Hosting, nachhaltigen Öko-Strom, Green Banking, eine umweltfreundliche Mobilität sowie hochwertiges, regionales/Second-Hand-Equipment sicherstellen. Alle weiteren, nicht beeinflussbaren Faktoren, werden mit ClimatePartner überkompensiert. Zudem lasse ich mit Treedom für jeden Auftrag einen Baum pflanzen und lebenslang pflegen. Somit kann ich meine Arbeitsweise klimapositiv bezeichnen.

Simon Veith

Klimapositive Arbeitsweise

Auf der folgenden Grafik wird meine Arbeitsweise ganz gut dargestellt. In erster Linie vermeide ich CO2-Emissionen, in dem ich in allen Bereichen meiner Arbeit die umweltfreundlichste Lösung wähle. Das sind bspw. Green Banking bei der GLS Bank oder nachhaltiger Grünstrom bei Greenpeace Energy. Bei Equipment greife ich, wenn möglich, auf Second Hand Waren und/oder regionale Produkte zurück. So wurde mein Studiolicht in Köln gebaut und ich habe es selbst abgeholt. Der nächste Schritt ist die (Über)Kompensation mit ClimatePartner von Emissionen, die ich nicht vermeiden kann. Zu guter letzt möchte ich nicht nur klimaneutral sein, sondern auch einen positiven Beitrag zum Weltklima leisten. 

Grüne Kunden

Was würde die nachhaltige Fotografie bringen, wenn ich für die falschen Kunden arbeiten würde? Ich möchte nur grünen Unternehmen & Selbständigen helfen, von Ihren tollen Ideen leben zu können, Ihren Umsatz zu steigern und sichtbar zu werden. Das kann ich durch die Qualität meiner Fotografie und vor allem die Beratung vorm Fotografieren mit der nachhaltigen Bildsprache und auch nach dem Shooting mit der richtigen Anwendung bewerkstelligen. Zudem kann ich meine Kunden hinsichtlich Social-Media-Marketing und auch Performance-Marketing beraten oder sogar selbst Teile übernehmen. Ich konnte mit zahlreichen Kunden schon tolle Ergebnisse erzielen. Bspw. hat Merle von CORK+CROCHET, die nachhaltige Korkprodukte produziert, eine Umsatzsteigerung ihres Webshops in einem halben Jahr zusammenarbeit auf 130% steigern können. Weitere Kunden sind u.a. Demeter Journal, Tante Olga, Sono Motors GmbH, The Good Food und Fond Of GmbH. 

Testfahrt mit dem Sion Solarauto by Sono Motors

Testfahrt mit dem Sion Solarauto by Sono Motors

Second Hand Fashion Shooting für die Kleiderei Köln

Second Hand Fashion Shooting für die Kleiderei Köln

Fashion-Street-Shooting für Shipsheip

Fashion-Street-Shooting für Shipsheip

Nachhaltige Bildsprache

Die Bildsprache lege ich immer mit meinen neuen Kunden am Anfang mit Hilfe eines Workshops fest. Dabei schauen wir uns u.a. den Markenkern, Ziele und die Zielgruppe an, was bereits an Bildern und Marketing vorhanden ist (IST-Zustand) und wo wir genau hinwollen (SOLL-Zustand). Dann planen wir passende Maßnahmen, die den Zielen und der Zielgruppe entsprechen und den Markenkern wiedergeben. Am Ende legen wir dann anhand vieler Beispielbilder eine Bildsprache fest, mit der wir langfristig zusammen arbeiten und gemeinsam erfolgreich werden wollen. 

Lass uns Nachhaltigkeit visualisieren!

Natürlich bin ich immer auch auf der Suche nach tollen neuen Kunden sowie Kooperationen mit anderen nachhaltigen Dienstleistern oder grünen Agenturen. Falls Du ähnlich arbeitest, mit mir zusammenarbeiten möchtest oder ich für dich arbeiten soll, melde Dich doch gerne bei mir!

Weitere Infos sowie Kontaktmöglichkeiten findet Ihr auf www.simon-veith.com

Titelbild: The Good Food by Simon Veith

Möchtest du eine Antwort in Form einer Story schreiben?

Weitere Stories

Vor einigen Tagen konnte ich mich endlich wieder mit meiner alten Schulfreundin, Birgit, in einem kleinen Café draußen treffen, „Corona“ hat es erlaubt… Nachdem wir eine Zeit lang in unseren Erinnerungen geschwelgt hatten, bei denen klassischerweise auch einige Jugendlieben, ehemalige Lehrkräfte und na ja, auch so zwei bis drei Schulstreiche herhalten mussten, wurde meine Freundin plötzlich ganz nachdenklich, zog eine strenge Miene auf und sagte zu mir: „Alles schön und gut mit den alten Zeiten, doch stell‘ dir mal vor, was sich meine Mutter mit ihren fast 95 Jahren noch so leistet. Sie hat sich einen Hausfreund angelacht und nennt ihn liebevoll „Friederich“. „Friederich hier, Friederich da“. Ab 7.00 morgens erwartet sie ihn und dann wieder so gegen 19.00.  Ich nenne ihren „Friederich“ ganz unflätig „Happhapp“, denn er kommt nur zum Essen und ist auch noch sehr wählerisch, „leksch“ würde ich sagen. Noch schlimmer. Er hat eine Frau und offensichtlich gibt es auch Nachwuchs. Manchmal bringt er sie sogar mit und Mutter muss sich das alles angucken.“ Als Birgit meine erstaunte bis entsetzte Reaktion sah, fing sie an zu lachen und sagte: „Friedrich ist ein wunderschön gefärbter Erpel, der regelmäßig meine Mutter auf der Terrasse besucht und dann am liebsten geschälte Erdnüsse und das liebevoll von ihr gewürfelte Brot frisst.“ Dann lachten wir beide. Doch warum blickte Birgit erneut ernst drein? „Weißt Du, ich hab‘ das zwar alles als Witz erzählt, doch in Wirklichkeit finde ich das gar nicht so witzig. Ich meine nicht, dass es von Biologen und Umweltschützern nicht besonders „gerne gesehen wird“, wenn Enten mit Brot gefüttert werden, nein. Ich habe die Freude, vor allem Vorfreude meiner Mutter wahrgenommen, wenn sie mich regelmäßig anrief und begeistert erzählte, dass sie noch vor dem Frühstück auf die Terrasse ging, um „Friederich“ zu füttern und ihn dann auch sehnsüchtig am Abend wieder erwartete. Als er ihr in die Küche folgen wollte, versuchte sie, noch schnell die Terassentür zu schließen und traf dabei „Friedrichs“ Schwimmfuß. Er humpelte und Mutter war stundenlang ganz traurig und sehr besorgt um das Tier. Für mich war es eine Freude zu sehen, wie die „alte Dame“ mit diesem kleinen Entengeschenk  auflebte und die Lebensfreude nur so in ihren Augen blitzte. Schließlich kam auch mal heraus, dass sie gar nicht mehr so recht etwas mit ihrer Zeit anzufangen wisse, wenn die „Entensaison“ vorbei sei. Das gab mir zu denken. Doch die Freizeitgestaltung hat sich zum Glück schnell erledigt. Sie strickt nun wieder Socken für karitative Zwecke. So weit so gut.“ Birgit machte eine Redepause und wunderte sich wahrscheinlich, dass ich nicht gelangweilt aussah, sondern offensichtlich noch mehr erwartete. Da musste doch noch was kommen. Sie ließ die Katze aus dem Sack: „Was mir in diesem „Entensommer“ aufgegangen ist und ein flaues Gefühl im Magen verursacht? Mir kam der trübe Gedanke, was ist, wenn dieser „Entensommer“, für meine Mutter nicht nur ihr Highlight, sondern ihr letzter Sommer war und wir in diesem Jahr das letzte oder eines der letzten schönen gemeinsamen Jahre miteinander hatten?“ Darauf wusste ich erst nichts zu sagen, brachte dann aber heraus: „Dann hast Du das schöne Gefühl, das deine Mutter noch mal so richtig glücklich war.“ Birgit hat die Botschaft verstanden und lächelte.

Von Dr. Christiane Högermann · 14.07.2021
4