Nachhaltigkeit ist quatsch. Es heißt Verstand.

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von Johanna-Marie
vom 20.06.2021
aktualisiert am 15.07.2021

Mich regt eine Sache an der Nachhaltigkeitsdebatte wirklich auf. Warum klingt es immer, als sei das etwas Neues?

Meine Großeltern haben fast ausschließlich aus ihrem Garten gelebt und für das was sie verzehrt haben direkt gearbeitet. 

Ich habe den Eindruck, dass es in meiner Generation (ich bin 25 Jahre alt) kein emotionales Verständnis für Lebensmittel und andere Produkte mehr gibt. 

Wir reden von Kosten und meinen Geld

Genau das ist der Kern des Problems. Lebensmittelreste wegzuschmeißen, Notebooks nach drei Jahren in dem Müll zu werfen oder selbstverständlich bei jedem Einkauf eine neue Plastiktüte zu nehmen ist finanziell für viele kein Problem. 

Meine Generation (und natürlich auch viele andere!) macht überhaupt keine echte ehrliche Rechnung auf, was für Kosten ein Produkt hat. 

Es geht nur um Geld, also die konkreteste Auswirkungen auf mein Leben. Was danach mit einem Gerät wie einem alten iPhone passiert, scheint unwichtig. 

Genau dieses Verhalten treibt unsere kapitalistische Wirtschaft/ Welt an. 

In Diskussionen kommt an diesem Punkt immer ein Typ (meistens Männlich!) und fragt: Was ist denn dein Lösungsvorschlag? 

🤨Warum muss ich denn gleich eine Lösung für das dringendste Problem der Menschheit haben? 

Ich möchte, dass sich in Zukunft mehr Menschen den Mut nehmen, trotz solcher Kommentare offen und ehrlich ZU DENKEN!

Wie kann unsere Wirtschaft unserer Gesellschaft weiter Wohlstand bringen und trotzdem nicht die Natur und damit uns Menschheit langfristig zerstören?

Ja, es gibt vielleicht kein Antwort. 

Ja, ich darf unser Verhältnis zum Konsum trotzdem kritisieren, selbst wenn ich keine Lösung habe. 

Nein, ich bin nicht naiv.

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