Der "Verpacken mit Macken" - Stempel

"Verpacken mit Macken" - ein kleiner Stempel für nachhaltigeren Versand

EB

von Elisa Bodenstab
vom 22.10.2020
aktualisiert am 2.08.2021

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Es ist kurz vor Weihnachten. Man wartet sehnsüchtig auf die letzte Lieferung vom Online-Shop und dann kommt es! Der Paketbote klingelt. Doch als er sich die Treppe mit dem Paket hochkämpft, macht sich erstmal Verwunderung breit. Die Größe des Pakets lässt darauf schließen, dass man nicht nur eine Kleinigkeit, sondern sämtliche Weihnachtsgeschenke für die Familie bestellt hat. Und für alle Freunde. Und entfernte Bekannte. Auch für nächstes Jahr. Und das darauf. 

Transparenzhinweis: Diese Story enthält Werbung.

Und so nach und nach sammeln sich all diese Kartons und Verpackungen im Keller. Schön und gut, aber nicht mal bei einem Umzug könnte man diese Menge füllen.

Verpacken mit Macken - der Stempel

Und auch wenn die Kartons nicht wunderschön sind, haben sie es nicht verdient auf dem Müll zu landen. Aber darum geht es uns! Kartons müssen nicht perfekt und mackenfrei sein, um funktional zu sein. Und genau darauf wollen wir mit dem „Verpacken mit Macken“- Stempel aufmerksam machen. Egal ob Kunsthandwerker, EBay Kleinanzeigen Fans oder Geschäftsbesitzer. Jeder kann so seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und das ganz einfach mit einem Stempel. 

Was und wer steckt dahinter?

Hinter dem Stempel steckt das junge Hamburger Startup Blauer Leben, das so sein eigenes Problem für einen nachhaltigeren Versand gelöst hat. Das Design wurde in Kooperation mit Künstlerinnen erarbeitet und der Stempel selbst wird in Berlin von einer Künstlerin per Hand hergestellt. Die unlackierten Stempelhölzer sind dabei aus Buchenholz und kommen aus Deutschland.

Wenn ihr auch Lust habt das Startup zu unterstützen und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Nutzung unserer Ressourcen zu leisten, findet ihr den Stempel hier: 

Der Stempel ist in 2 Größen erhältlich 

Der Stempel ist in 2 Größen erhältlich 

Titelbild: Der "Verpacken mit Macken" - Stempel

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Vor einigen Tagen konnte ich mich endlich wieder mit meiner alten Schulfreundin, Birgit, in einem kleinen Café draußen treffen, „Corona“ hat es erlaubt… Nachdem wir eine Zeit lang in unseren Erinnerungen geschwelgt hatten, bei denen klassischerweise auch einige Jugendlieben, ehemalige Lehrkräfte und na ja, auch so zwei bis drei Schulstreiche herhalten mussten, wurde meine Freundin plötzlich ganz nachdenklich, zog eine strenge Miene auf und sagte zu mir: „Alles schön und gut mit den alten Zeiten, doch stell‘ dir mal vor, was sich meine Mutter mit ihren fast 95 Jahren noch so leistet. Sie hat sich einen Hausfreund angelacht und nennt ihn liebevoll „Friederich“. „Friederich hier, Friederich da“. Ab 7.00 morgens erwartet sie ihn und dann wieder so gegen 19.00.  Ich nenne ihren „Friederich“ ganz unflätig „Happhapp“, denn er kommt nur zum Essen und ist auch noch sehr wählerisch, „leksch“ würde ich sagen. Noch schlimmer. Er hat eine Frau und offensichtlich gibt es auch Nachwuchs. Manchmal bringt er sie sogar mit und Mutter muss sich das alles angucken.“ Als Birgit meine erstaunte bis entsetzte Reaktion sah, fing sie an zu lachen und sagte: „Friedrich ist ein wunderschön gefärbter Erpel, der regelmäßig meine Mutter auf der Terrasse besucht und dann am liebsten geschälte Erdnüsse und das liebevoll von ihr gewürfelte Brot frisst.“ Dann lachten wir beide. Doch warum blickte Birgit erneut ernst drein? „Weißt Du, ich hab‘ das zwar alles als Witz erzählt, doch in Wirklichkeit finde ich das gar nicht so witzig. Ich meine nicht, dass es von Biologen und Umweltschützern nicht besonders „gerne gesehen wird“, wenn Enten mit Brot gefüttert werden, nein. Ich habe die Freude, vor allem Vorfreude meiner Mutter wahrgenommen, wenn sie mich regelmäßig anrief und begeistert erzählte, dass sie noch vor dem Frühstück auf die Terrasse ging, um „Friederich“ zu füttern und ihn dann auch sehnsüchtig am Abend wieder erwartete. Als er ihr in die Küche folgen wollte, versuchte sie, noch schnell die Terassentür zu schließen und traf dabei „Friedrichs“ Schwimmfuß. Er humpelte und Mutter war stundenlang ganz traurig und sehr besorgt um das Tier. Für mich war es eine Freude zu sehen, wie die „alte Dame“ mit diesem kleinen Entengeschenk  auflebte und die Lebensfreude nur so in ihren Augen blitzte. Schließlich kam auch mal heraus, dass sie gar nicht mehr so recht etwas mit ihrer Zeit anzufangen wisse, wenn die „Entensaison“ vorbei sei. Das gab mir zu denken. Doch die Freizeitgestaltung hat sich zum Glück schnell erledigt. Sie strickt nun wieder Socken für karitative Zwecke. So weit so gut.“ Birgit machte eine Redepause und wunderte sich wahrscheinlich, dass ich nicht gelangweilt aussah, sondern offensichtlich noch mehr erwartete. Da musste doch noch was kommen. Sie ließ die Katze aus dem Sack: „Was mir in diesem „Entensommer“ aufgegangen ist und ein flaues Gefühl im Magen verursacht? Mir kam der trübe Gedanke, was ist, wenn dieser „Entensommer“, für meine Mutter nicht nur ihr Highlight, sondern ihr letzter Sommer war und wir in diesem Jahr das letzte oder eines der letzten schönen gemeinsamen Jahre miteinander hatten?“ Darauf wusste ich erst nichts zu sagen, brachte dann aber heraus: „Dann hast Du das schöne Gefühl, das deine Mutter noch mal so richtig glücklich war.“ Birgit hat die Botschaft verstanden und lächelte.

Von Dr. Christiane Högermann · 14.07.2021
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