Wir sind nicht mehr profillos

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von Paul Thaler
vom 13.07.2021

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Unser Ziel ist es, dass jeder leicht beim Thema Nachhaltigkeit mitmachen kann. "Mitmachen" hieß am Anfang: Jeder soll die persönlichen Gedanken, Ideen und Visionen zu Klimakrise, Umweltschutz und nachhaltiger Zukunft teilen können. Und das, ohne Journalist oder Webdesigner sein zu müssen.

Über 200 Leute machen bereits mit

Wir freuen uns sehr, dass bereits viele tolle und inspirierende Beiträge zusammengekommen sind. 

Jetzt ist die Zeit für den nächsten Schritt gekommen

Das Schreiben von Stories funktioniert. Nun legen wir den Fokus auf den Austausch zwischen den Nutzern von blustories.

Das Wichtigste in Kürze:

Jeder registrierte Nutzer hat automatisch ein Profil.

Dort werden deine Stories/Beiträge präsentiert, du kannst dich beschreiben und ein Profilbild hinzufügen. 

Findest du Beiträge einer Person interessant, kannst du ihr folgen und wirst über zukünftige Beiträge informiert.

Außerdem kann dein Profil leicht zum Beispiel über WhatsApp geteilt werden, damit mehr Menschen von dir erfahren. 

Unser Ziel dahinter ist, dass du selbst zu einer gehörten Stimme in der Nachhaltigkeitscommunity wirst.

So kommst du zu einem Profil:

Klicke in einer Story einfach auf den Namen der Person, die die Story geschrieben hat. Fertig.

Zu deinem eigenen Profil kommst du über das Menü, wenn du angemeldet bist.

"Mitmachen" beim Thema Nachhaltigkeit soll demnächst bedeuten: Direkt mit Leuten zu interagieren und zusammen die Zukunft nachhaltig machen. 

Dies ist der erste Schritt in diese Richtung. 

Wir hoffen, dass euch die Profilfunktion gefällt und wir freuen uns weiterhin sehr über euer Feedback und eure Ideen! 💙

Paul und Nico

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Weitere Stories

Vor einigen Tagen konnte ich mich endlich wieder mit meiner alten Schulfreundin, Birgit, in einem kleinen Café draußen treffen, „Corona“ hat es erlaubt… Nachdem wir eine Zeit lang in unseren Erinnerungen geschwelgt hatten, bei denen klassischerweise auch einige Jugendlieben, ehemalige Lehrkräfte und na ja, auch so zwei bis drei Schulstreiche herhalten mussten, wurde meine Freundin plötzlich ganz nachdenklich, zog eine strenge Miene auf und sagte zu mir: „Alles schön und gut mit den alten Zeiten, doch stell‘ dir mal vor, was sich meine Mutter mit ihren fast 95 Jahren noch so leistet. Sie hat sich einen Hausfreund angelacht und nennt ihn liebevoll „Friederich“. „Friederich hier, Friederich da“. Ab 7.00 morgens erwartet sie ihn und dann wieder so gegen 19.00.  Ich nenne ihren „Friederich“ ganz unflätig „Happhapp“, denn er kommt nur zum Essen und ist auch noch sehr wählerisch, „leksch“ würde ich sagen. Noch schlimmer. Er hat eine Frau und offensichtlich gibt es auch Nachwuchs. Manchmal bringt er sie sogar mit und Mutter muss sich das alles angucken.“ Als Birgit meine erstaunte bis entsetzte Reaktion sah, fing sie an zu lachen und sagte: „Friedrich ist ein wunderschön gefärbter Erpel, der regelmäßig meine Mutter auf der Terrasse besucht und dann am liebsten geschälte Erdnüsse und das liebevoll von ihr gewürfelte Brot frisst.“ Dann lachten wir beide. Doch warum blickte Birgit erneut ernst drein? „Weißt Du, ich hab‘ das zwar alles als Witz erzählt, doch in Wirklichkeit finde ich das gar nicht so witzig. Ich meine nicht, dass es von Biologen und Umweltschützern nicht besonders „gerne gesehen wird“, wenn Enten mit Brot gefüttert werden, nein. Ich habe die Freude, vor allem Vorfreude meiner Mutter wahrgenommen, wenn sie mich regelmäßig anrief und begeistert erzählte, dass sie noch vor dem Frühstück auf die Terrasse ging, um „Friederich“ zu füttern und ihn dann auch sehnsüchtig am Abend wieder erwartete. Als er ihr in die Küche folgen wollte, versuchte sie, noch schnell die Terassentür zu schließen und traf dabei „Friedrichs“ Schwimmfuß. Er humpelte und Mutter war stundenlang ganz traurig und sehr besorgt um das Tier. Für mich war es eine Freude zu sehen, wie die „alte Dame“ mit diesem kleinen Entengeschenk  auflebte und die Lebensfreude nur so in ihren Augen blitzte. Schließlich kam auch mal heraus, dass sie gar nicht mehr so recht etwas mit ihrer Zeit anzufangen wisse, wenn die „Entensaison“ vorbei sei. Das gab mir zu denken. Doch die Freizeitgestaltung hat sich zum Glück schnell erledigt. Sie strickt nun wieder Socken für karitative Zwecke. So weit so gut.“ Birgit machte eine Redepause und wunderte sich wahrscheinlich, dass ich nicht gelangweilt aussah, sondern offensichtlich noch mehr erwartete. Da musste doch noch was kommen. Sie ließ die Katze aus dem Sack: „Was mir in diesem „Entensommer“ aufgegangen ist und ein flaues Gefühl im Magen verursacht? Mir kam der trübe Gedanke, was ist, wenn dieser „Entensommer“, für meine Mutter nicht nur ihr Highlight, sondern ihr letzter Sommer war und wir in diesem Jahr das letzte oder eines der letzten schönen gemeinsamen Jahre miteinander hatten?“ Darauf wusste ich erst nichts zu sagen, brachte dann aber heraus: „Dann hast Du das schöne Gefühl, das deine Mutter noch mal so richtig glücklich war.“ Birgit hat die Botschaft verstanden und lächelte.

Von Dr. Christiane Högermann · 14.07.2021
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